Zwischen die Horizonte geschrieben. Lieder Lyrik kleine Prosa

Erika PLUHAR: Zwischen die Horizonte geschrieben. Lieder Lyrik kleine Prosa. 2024.

Abstract

PLUHAR, Erika: „Zwischen die Horizonte geschrieben. Lieder Lyrik kleine Prosa“, Wien 1992
In diesem schon älteren Werk von Erika Pluhar hat sie Gedankensplitter, Liedertexte, Gedichte und kleine Erzählungen zusammengetragen. Obwohl es stilistisch sehr unterschiedliche Beiträge sind, geben sie einen Blick hinter den Menschen Pluhar. Sie beginnt mit einer Erzählung aus ihrer Kindheit, als sie während der Bombardierung Wiens mit ihrer Mutter und den Schwestern aufs Land zog. Dabei lernte sie erstmals ländliches Leben kennen. Am naheliegenden Friedhof verliebte sie sich in einen Grabengel. Sie nennt es „meine erste Liebe“. Dem Engel erzählte sie ihre Probleme.
Erzählungen aus der Studienzeit, der Jugendzeit bis hin zu Märchen bilden den Sektor der Prosa.
Im Abschnitt der Gedichte nimmt Erika Pluhar Stellung zu verschiedenen Thematiken. Zur Gerechtigkeit etwa. Sie nimmt als Beispiel einen Schmetterling. Er war ins Wasser des Schwimmbeckens gefallen und sie hat ihn gerettet. Zum Trocknen an den Rand gelegt. In seinem noch schwachen Zustand wird er von einer Ameise angegriffen, die ihn wegschleppen will. Sie denkt „Wie ungerecht“. Welchen Sinn hat es gemacht hier einzugreifen in die Regeln der Natur?
Obwohl erst 50 Jahre alt findet sich auch ein Gedicht übers Altern. Sie vergleicht das Älterwerden mit dem Bergabgehen. Nachdem man die höchste Steigung überwunden hat, geht es bergab.
In einem weiteren Abschnitt sind Liedertexte wiedergegeben. Einleitend nimmt sie dazu Stellung und meint: „Mit Sicherheit ist das Lied für mich keine Essay, keine philosophische Betrachtung, auch keine politische Lehrstudie. Es ist aber auch kein Gedicht, das allein aus seiner Wortgewalt heraus lebt. Ein Lied ist ein LIED. Auch wenn man im vorliegenden Fall nur den Text lesen kann: es gehört gesungen.“ (Seite 109)
Das Buch entstand vor etwa 35 Jahren. Erika Pluhar war damals 50 Jahre alt und noch Schauspielerin am Burgtheater. Und schon da zeigte sie ihr Multi-Interesse in Musik, Lyrik, Schriftstellerei und Schauspiel.

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    Erzählungen aus der Studienzeit, der Jugendzeit bis hin zu Märchen bilden den Sektor der Prosa. 
    Im Abschnitt der Gedichte nimmt Erika Pluhar Stellung zu verschiedenen Thematiken. Zur Gerechtigkeit etwa. Sie nimmt als Beispiel einen Schmetterling. Er war ins Wasser des Schwimmbeckens gefallen und sie hat ihn gerettet. Zum Trocknen an den Rand gelegt. In seinem noch schwachen Zustand wird er von einer Ameise angegriffen, die ihn wegschleppen will. Sie denkt „Wie ungerecht“. Welchen Sinn hat es gemacht hier einzugreifen in die Regeln der Natur?
    Obwohl erst 50 Jahre alt findet sich auch ein Gedicht übers Altern. Sie vergleicht das Älterwerden mit dem Bergabgehen. Nachdem man die höchste Steigung überwunden hat, geht es bergab.
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