Proben

Tara C. MEISTER: Proben. 2024.

Abstract

MEISTER, Tara C.: „Proben“, Salzburg Wien 2024
Heute im 21. Jahrhundert haben wir es zunehmend mit verschiedenen (sichtbaren, denn es gab sie wahrscheinlich immer schon) Lebensgemeinschaften zu tun. Die Kärntner Autorin Tara Meister widmet sich dem Thema im vorliegenden Roman und beschreibt das Zusammenleben und die Probleme zweier junger Frauen. Zwei unterschiedliche Charaktere: Johanna ist eine charismatische Künstlerin und versuchte sich in verschiedenen Berufen, um in der Theaterbranche Fuß fassen zu können. Ihre Freundin Clara ist eine Naturwissenschaftlerin, eine Biochemikerin, die in einem Labor arbeitet.
Johanna wurde schwanger. Von einem Mann, den sie aber nur einmal sah. Clara bot sich an, mit ihr eine Lebensgemeinschaft zu führen. Sie wollen gemeinsam das Kind aufziehen. Das Verhältnis der beiden Frauen hat aber Spannungen. Oft kommt die schwangere Johanna nicht heim. Dann bleibt auch Clara weg und schläft bei einem Mann. Es ist mehr eine Trotzbeziehung als eine Liebesbeziehung zu diesem Mann. Der Geburtstermin rückt näher. Sie besuchen gemeinsam einen Schwangerschaftskurs.
Johanna leitet eine selbstgegründete Theatergruppe. Das Stück wird unter ihrer Regie geprobt. Sie hat Förderansuchen geschrieben und viele Theater kontaktieren, um ihr Stück aufführen zu dürfen. Die Schwangerschaft macht sie gereizter. Oft ändert sie Dinge am Stück. Sehr zur Unzufriedenheit der Schauspieler. Johanna ist schon im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft, als es zur Premiere und zu weiteren Aufführungen kommt. Johanna ist glücklich. Sie hat es geschafft. Dann aber kommt die Geburt. Gemeinsam fahren sie ins Krankenhaus. All die Probleme des Wartens und der eintretenden Wehen werden beschrieben. Letztlich kommt es zu einem Kaiserschnitt. Als das Baby – ein Mädchen – auf der Welt ist, wird es von seiner Mutter abgelehnt. Die Freundin übernimmt es. Johanna muss zur psychiatrischen Behandlung im Spital bleiben. Clara nimmt das Baby nach Hause und versorgt es. Sie meldet sich krank. Erst nach einigen Tagen kommt auch Johanna heim. Und welches Glück: sie nimmt ihr Kind an.
Clara hatte als Biologin ein Engagement in Stockholm bekommen. Ihr Professor schätzt ihre Arbeit und hat es ihr vermittelt. Die Zusage kam am Ende der Schwangerschaft. Zwei Mal hat sie diesen Ruf verschoben, letztlich lässt sie Johanna mit dem Baby allein und übernimmt das großartige Jobangebot.
Es ist wichtig und gut, dass diese zeitgemäßen Themen, wie das Zusammenleben zweier Frauen mit einem Kind, literarisch festgehalten werden. Tara Meister gelang es und mit viel Spannung lebt man beim Lesen die Zeit der Schwangerschaft mit.

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    Johanna wurde schwanger. Von einem Mann, den sie aber nur einmal sah. Clara bot sich an, mit ihr eine Lebensgemeinschaft zu führen. Sie wollen gemeinsam das Kind aufziehen. Das Verhältnis der beiden Frauen hat aber Spannungen. Oft kommt die schwangere Johanna nicht heim. Dann bleibt auch Clara weg und schläft bei einem Mann. Es ist mehr eine Trotzbeziehung als eine Liebesbeziehung zu diesem Mann. Der Geburtstermin rückt näher. Sie besuchen gemeinsam einen Schwangerschaftskurs.
    Johanna leitet eine selbstgegründete Theatergruppe. Das Stück wird unter ihrer Regie geprobt. Sie hat Förderansuchen geschrieben und viele Theater kontaktieren, um ihr Stück aufführen zu dürfen. Die Schwangerschaft macht sie gereizter. Oft ändert sie Dinge am Stück. Sehr zur Unzufriedenheit der Schauspieler. Johanna ist schon im fortgeschrittenen Stadium der Schwangerschaft, als es zur Premiere und zu weiteren Aufführungen kommt. Johanna ist glücklich. Sie hat es geschafft. Dann aber kommt die Geburt. Gemeinsam fahren sie ins Krankenhaus. All die Probleme des Wartens und der eintretenden Wehen werden beschrieben. Letztlich kommt es zu einem Kaiserschnitt. Als das Baby – ein Mädchen – auf der Welt ist, wird es von seiner Mutter abgelehnt. Die Freundin übernimmt es. Johanna muss zur psychiatrischen Behandlung im Spital bleiben. Clara nimmt das Baby nach Hause und versorgt es. Sie meldet sich krank. Erst nach einigen Tagen kommt auch Johanna heim. Und welches Glück: sie nimmt ihr Kind an. 
    Clara hatte als Biologin ein Engagement in Stockholm bekommen. Ihr Professor schätzt ihre Arbeit und hat es ihr vermittelt. Die Zusage kam am Ende der Schwangerschaft. Zwei Mal hat sie diesen Ruf verschoben, letztlich lässt sie Johanna mit dem Baby allein und übernimmt das großartige Jobangebot.
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