Homo cyber Ein Bericht aus Digitalien

Peter Reichl: Homo cyber Ein Bericht aus Digitalien. 2024.

Abstract

REICHL, Peter: „Homo cyber Ein Bericht aus Digitalien“, Salzburg Wien 2024
Der Informatikprofessor der Universität Wien versucht in diesem Büchel die Perspektive auf den „Digitalen Wandel“ anders darzustellen. Gleich im Vorwort stellt er die Frage, für welche Probleme die Digitalisierung eine Lösung biete. Für ihn ist die Situation ein soziologische Problem, das schon vor der Zeit des Computers entstand. Und hier wird es riskant: wenn ein Techniker sich als Soziologe ausgibt. Er versucht mit diesem Buch eine kleine Geschichte des Computers auf amüsante Weise zu bieten. Anekdoten und philosophische Betrachtungen lockern das Geschriebene auf. Er bringt „Computerbauten“, die vor 400 Jahren entstanden sind genauso, wie ein „Plastikspielzeug“, das er als Instrument der Künstlichen Intelligenz vorstellt. Ein primitives Plastikspielzeug, das so funktionieren solle wie Artificial Intelligence.
Manche der vorgestellten „Maschinen“ würde man nicht als Computer sehen. Reichl sieht in ihnen aber die Vorläufer dessen, was wir heute verwenden. Dazwischen streut er immer wieder philosophische Fragen ein und nimmt mit der Frage „Was kann ich wissen?“ Bezug auf Kant. Leibnitz, Pascal und verschiedene Mathematiker werden als Beweisträger herangezogen. Und natürlich darf ChatGPT nicht fehlen, wo bei sein Ansatz, dass das Bildungs- und Schulsystem gänzlich neu zu definieren sei ein Aufruf ist, den man ernst nehmen muss.
Da man jede Technik sowohl positiv als auch negativ für die Menschheit einsetzen kann, fordert Reichl – so wie bei den Medizinern der hippokratische Eid – einen Ethik Eid, indem sie sich für die positive Verwendung ihrer Technik verpflichten.
Informatik als politische Disziplin „ist in erster Linie eine politische Frage und daher wiederhole ich: Informatik ist heute keine rein technische, sondern eine eminent politische Disziplin.“ (Seite 116)
Ob allerdings „digitale Abstinenz“ oder „Digitaler Humanismus“ eine Lösung sind kann diskutiert werden. Letztlich fordert der Informatiker eine solidere Mathematikausbildung in unseren Schulen.
Ein Buch, das viele Aspekte populistisch anspricht, aber Lösung dem Leser überlässt.

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